Eine Photovoltaikanlage ist kein Produkt aus dem Katalog, sondern ein genehmigungs- und normpflichtiges Bauvorhaben an Ihrem Haus. Auf dieser Seite erklären wir vollständig, wie die Technik funktioniert, welche deutschen Regelwerke gelten, wie ein Projekt bei uns abläuft — und wo sich eine Investition rechnet und wo nicht.
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Gleichstrom um — ohne bewegliche Teile, ohne Verbrennung, ohne Geräusch. Trifft Licht auf die Halbleiterschicht einer Solarzelle, werden Ladungsträger freigesetzt; über die Zellverbinder entsteht eine nutzbare Spannung. Ein Solarmodul ist nichts anderes als eine Reihe solcher Zellen, unter Glas laminiert und in einen Rahmen gefasst. Mehrere Module ergeben einen String, mehrere Strings das Generatorfeld.
Praktisch alle Module für Wohngebäude sind heute monokristallin: die Siliziumzelle besteht aus einem einheitlichen Kristall, was höhere Wirkungsgrade und die typische gleichmäßig dunkle Optik ergibt. Polykristalline Module spielen im Neugeschäft keine Rolle mehr. Innerhalb der monokristallinen Familie unterscheiden sich drei Zellarchitekturen, die Sie in Angeboten wiederfinden werden:
Der Temperaturkoeffizient klingt technisch, ist aber im Alltag spürbar: Module verlieren mit steigender Zelltemperatur an Leistung. An einem heißen Julitag erreicht ein Dachmodul leicht 60 °C — eine Zelle mit −0,26 %/K liefert dann deutlich mehr als eine mit −0,40 %/K. Genau deshalb bringt die teurere Zelltechnologie im Sommer messbaren Mehrertrag.
Module liefern Gleichstrom, Ihr Haushalt braucht Wechselstrom. Diese Umwandlung übernimmt der Wechselrichter — das eigentliche Gehirn der Anlage. Er sucht permanent den optimalen Arbeitspunkt der Module (MPP-Tracking), überwacht das Netz, schaltet bei Störungen ab und liefert die Daten für Ihr Monitoring.
Ein moderner Hybridwechselrichter vereint PV-Umwandlung und Batteriemanagement in einem Gerät. Wenn ein Speicher von Anfang an geplant ist, ist das fast immer die sauberere und günstigere Lösung als zwei getrennte Geräte.
Ihre Anlage produziert mittags, verbraucht wird abends. Der Speicher — heute praktisch ausschließlich Lithium-Eisenphosphat (LFP) — verschiebt diesen Überschuss in die Abendstunden. LFP ist thermisch sehr stabil, kobaltfrei und erreicht typischerweise 6.000 bis 10.000 Ladezyklen. Achten Sie im Angebot auf drei Werte: die nutzbare Kapazität (nicht die Bruttokapazität), die Entladeleistung in kW und die Garantiebedingungen (üblich sind 10 Jahre auf mindestens 70 bis 80 % Restkapazität).
Ein Elektroauto ist der beste Speicher, den Sie ohnehin schon besitzen. Eine überschuss geregelte Wallbox lädt genau mit der Leistung, die das Dach gerade übrig hat, und schaltet nach, wenn eine Wolke zieht. Sie steigert die Eigenverbrauchsquote stärker als jede Batterie-Erweiterung — vorausgesetzt, das Auto steht tagsüber öfter zu Hause. Wir legen Zählerschrank und Leitungswege grundsätzlich so aus, dass eine Wallbox später ohne Stemmarbeiten nachrüstbar ist.
kWp (Kilowatt Peak) ist die Leistung Ihrer Anlage unter genormten Testbedingungen — also wie viel Ihr Dach im besten Moment liefern kann. Das ist eine Momentaufnahme, vergleichbar mit den PS eines Autos.
kWh (Kilowattstunde) ist die Energiemenge — was über die Zeit tatsächlich zusammenkommt. Das ist die Strecke, die das Auto fährt.
Ein Beispiel für die Region München: eine 10-kWp-Anlage erzeugt bei rund 1.000 kWh pro kWp und Jahr etwa 10.000 kWh Strom im Jahr. Ein 10-kWh-Speicher dagegen fasst genau eine Tagesabendportion — er erzeugt nichts, er verschiebt nur. Module werden in kWp bemessen, Speicher in kWh.
Für den Großraum München rechnen wir mit einem spezifischen Jahresertrag von ca. 950 bis 1.100 kWh je kWp installierter Leistung. Der obere Wert gilt für ein unverschattetes Süddach mit rund 30 bis 35 Grad Neigung, der untere für flachere oder abweichend ausgerichtete Flächen. Bayern liegt bei der Globalstrahlung im deutschen Spitzenfeld — die Voralpenlage bringt zusätzlich klare Wintertage und im Frühjahr Reflexionsgewinne durch Schnee.
Die Ausrichtung ist weniger kritisch, als viele annehmen. Süd ist das Optimum, Südost und Südwest verlieren nur wenige Prozent. Eine reine Ost-West-Belegung kommt auf etwa 80 bis 85 % des Südertrags — liefert dafür aber eine breitere, flachere Tageskurve mit Spitzen am Morgen und am Abend. Genau dann, wenn im Haushalt tatsächlich Strom gebraucht wird. Für den Eigenverbrauch ist ein Ost-West-Dach deshalb oft wirtschaftlicher als ein reines Süddach, obwohl es weniger Kilowattstunden erzeugt.
Verschattung ist der mit Abstand größte Ertragskiller — und der am häufigsten unterschätzte. Ein Kamin, eine Satellitenschüssel, ein Nachbargiebel oder eine Birke, die in acht Jahren drei Meter höher steht: In einem klassischen String kann ein einziges teilverschattetes Modul den gesamten Strang ausbremsen. Wir erfassen deshalb bei der Vermessung den vollständigen Horizontverlauf und simulieren den Schattenwurf über den Jahresgang, bevor wir die Stringbelegung festlegen.
Die richtige Anlagengröße ergibt sich nicht aus dem Budget, sondern aus drei Größen: verfügbare Dachfläche, tatsächlicher Jahresstromverbrauch und Ihr Lastprofil — also wann Sie Strom brauchen. Wir beginnen jede Planung mit Ihren letzten drei Jahresabrechnungen, nicht mit einem Katalog.
Als Faustwert benötigt 1 kWp heute etwa 4 bis 5 m² Dachfläche. Ein typisches Einfamilienhaus mit 60 m² nutzbarer Süd- oder Ost-West-Fläche trägt also ungefähr 12 bis 15 kWp. Abzuziehen sind Randabstände, Dachfenster, Kamine, Entlüftungen und die für Wartung notwendigen Wege.
Statisch ist eine Aufdachanlage mit rund 15 bis 25 kg/m² Zusatzlast für die allermeisten Dachstühle unkritisch — entscheidend ist nicht das Gesamtgewicht, sondern die punktuelle Einleitung über die Dachhaken in Sparren und Lattung. Bei Bestandsbauten mit unklarer Sparrendimension, bei großen Spannweiten oder bei Flachdächern mit Ballastierung ziehen wir einen Statiker hinzu. Bevor Module montiert werden, prüfen wir immer den Zustand der Dacheindeckung: Eine Anlage hält 25 bis 30 Jahre — ein Ziegel, der in fünf Jahren ohnehin fällig wäre, gehört vorher getauscht.
Zwei Kennzahlen, die gern verwechselt werden. Die Eigenverbrauchsquote beschreibt, welcher Anteil Ihres erzeugten Stroms im Haus bleibt. Der Autarkiegrad beschreibt, welcher Anteil Ihres Verbrauchs aus eigener Erzeugung gedeckt wird. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote im Einfamilienhaus typischerweise bei 25 bis 35 %, mit passend dimensioniertem Speicher bei 55 bis 70 %. Der Autarkiegrad steigt entsprechend von etwa 30 % auf 60 bis 75 %. Vollständige Autarkie ist rechnerisch möglich, aber wirtschaftlich unsinnig: Die letzten 15 Prozentpunkte kosten mehr als das gesamte übrige System.
Es gibt eine belastbare Faustformel: etwa 1 kWh nutzbare Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Ein Haushalt mit 4.500 kWh Verbrauch ist mit einem 4 bis 6 kWh großen Speicher gut bedient; wer zusätzlich eine Wärmepumpe und ein E-Auto betreibt und auf 9.000 kWh kommt, landet bei 8 bis 12 kWh. Ein zweiter Prüfwert: Der Speicher sollte die Anlagenleistung nicht wesentlich überschreiten — grob 1 kWh je kWp.
Warum Überdimensionierung selten wirtschaftlich ist, lässt sich einfach zeigen: Zwischen November und Februar ist der Speicher fast nie voll — es fehlt schlicht die Sonne. Zwischen Mai und August ist er jeden Tag bis zum Mittag voll und dann bis zum nächsten Morgen wieder leer. Ein doppelt so großer Speicher bringt in beiden Fällen fast nichts. Jede zusätzliche Kilowattstunde Kapazität wird also seltener genutzt und amortisiert sich langsamer als die vorherige. Die letzten kWh rechnen sich fast nie.
Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass ein Speicher bei Ihnen keinen wirtschaftlichen Vorteil bringt, sagen wir das im Beratungsgespräch. Eine speicherfähige Vorrüstung — Hybridwechselrichter, Leitungsweg, Stellfläche — kostet wenig und hält Ihnen die Nachrüstung jederzeit offen.
Photovoltaik ist in Deutschland dicht reguliert — und das ist gut so: Ihre Anlage speist in ein Netz ein, an dem Ihre Nachbarn hängen, sie sitzt auf einem Tragwerk, das Schnee- und Windlasten aufnehmen muss, und sie führt Gleichspannungen, die im Fehlerfall gefährlich sind. Die folgenden Regelwerke sind die wichtigsten. Wir führen sie hier ausführlich auf, weil sie in Angeboten oft nur als Kürzel auftauchen — und weil Sie erkennen können sollen, ob ein Anbieter sie tatsächlich anwendet.
Die Anwendungsregel „Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“ ist das zentrale Regelwerk für jede PV-Anlage am Hausanschluss. Sie definiert unter anderem den Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz), das Verhalten bei Netzstörungen, die zulässige Spannungsanhebung, die Blindleistungsbereitstellung und die Schieflastgrenze: Anlagen über 4,6 kVA müssen dreiphasig einspeisen. Für Sie bedeutet das: Der Wechselrichter braucht eine gültige Konformitätserklärung nach dieser Regel, sonst erteilt der Netzbetreiber keine Anschlusszusage — unabhängig davon, wie gut die Module sind.
Die Technischen Anschlussregeln Niederspannung (TAR Niederspannung) regeln alles, was zwischen Netzanschluss und Zählerplatz passiert: Aufbau und Ausführung des Zählerschranks, Anmeldepflichten, die Rolle des eingetragenen Elektroinstallateurs, den Platz für Steuer- und Messtechnik. Für Sie bedeutet das: Bei älteren Häusern ist der Zählerschrank häufig der eigentliche Kostentreiber. Ein Verteiler aus den 1970er-Jahren erfüllt die heutigen Anforderungen an Raum für Messsystem, Überspannungsschutz und Steuerbox in aller Regel nicht — wir prüfen das vor Angebotslegung und weisen die Modernisierung offen als Position aus, statt sie später nachzuschieben.
Diese Norm legt fest, welche Dokumentation und welche Inbetriebnahmeprüfungen bei netzgekoppelten PV-Systemen verpflichtend sind: Strangprüfung, Isolationswiderstand der Gleichstromseite, Polarität, Leerlaufspannung und Kurzschlussstrom je String, Funktionsprüfung des NA-Schutzes — dazu Strangpläne, Datenblätter und ein Prüfprotokoll. Für Sie bedeutet das: Sie erhalten am Ende einen prüffähigen Ordner. Wer Ihnen keine Messprotokolle nach 62446-1 übergibt, hat die Anlage nicht vollständig geprüft — und im Schadensfall wird genau dieses Protokoll von der Versicherung verlangt.
Die Normenreihe zum Blitzschutz (Teile 1 bis 4) regelt Risikoanalyse, äußeren Blitzschutz und den Schutz elektrischer Anlagen. Für Wohngebäude ohne bestehende Blitzschutzanlage ist in der Regel kein äußerer Blitzschutz vorgeschrieben, wohl aber der innere Überspannungsschutz: Ableiter auf der DC- und der AC-Seite sowie am Zählerplatz. Besteht bereits eine Blitzschutzanlage, muss die PV-Anlage mit dem geforderten Trennungs abstand ausgeführt oder sauber in den Potentialausgleich eingebunden werden. Für Sie bedeutet das: Überspannungsschutz kostet im Verhältnis zur Anlage wenig und ist oft Voraussetzung für den vollen Versicherungsschutz — wir führen ihn deshalb standardmäßig aus.
Der Eurocode 1 beschreibt die Einwirkungen auf Tragwerke; für uns sind vor allem die Schneelasten (Teil 1-3) und die Windlasten (Teil 1-4) maßgeblich. Daraus ergibt sich die Auslegung der Unterkonstruktion: Zahl und Abstand der Dachhaken, Schienenquerschnitt, Klemmpositionen und Randabstände. Für Sie bedeutet das: Im Alpenvorland ist das keine Formalie. Der Großraum München liegt je nach Ortslage in Schneelastzone 2 oder 3, und die Schneelast steigt mit der Geländehöhe deutlich an — eine Anlage, die in Norddeutschland zulässig wäre, kann in Bad Tölz oder Miesbach schlicht unterdimensioniert sein. Jede Unterkonstruktion wird bei uns projektbezogen nachgewiesen, inklusive der ortsspezifischen Schnee- und Windlastannahme. Sie erhalten diesen Nachweis mit der Dokumentation.
Dacharbeiten sind Bauarbeiten im Sinne der DGUV Vorschrift 38 und der Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 2121). Ab einer Absturzhöhe von 3,00 m sind an Dachflächen Absturzsicherungen zwingend — in der Praxis ein Gerüst mit Dachfanglage, ergänzt um persönliche Schutzausrüstung. Für Sie bedeutet das: Ein Gerüst ist keine optionale Position, die man zum Preisvergleich weglassen darf. Wenn ein Angebot deutlich günstiger ist als die anderen, lohnt der Blick, ob Gerüst und Absturzsicherung überhaupt enthalten sind. Bei uns sind sie es — kalkuliert und ausgewiesen.
Vor der Errichtung muss die Anlage beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden; dieser erteilt die Anschlusszusage und legt den Verknüpfungspunkt fest. Die Anmeldung darf nur ein im Installateurverzeichnis eingetragener Elektrofachbetrieb vornehmen — als Privatperson können Sie das nicht selbst erledigen. Zur Inbetriebnahme wird der alte Zähler gegen einen Zweirichtungszähler getauscht, der Bezug und Einspeisung getrennt erfasst. Klassische Ferraris-Zähler mit Rücklaufsperre sind dafür ungeeignet.
Netzanmeldung, Inbetriebsetzungsanzeige, Anmeldung des Zählerwechsels, Registrierung im Marktstammdatenregister und die vollständige Anlagendokumentation erledigen wir als eingetragener Fachbetrieb komplett für Sie. Sie unterschreiben eine Vollmacht und erhalten am Ende alle Vorgangsnummern, Bestätigungen und Protokolle gebündelt in einer Mappe. Das ist kein Zusatzpaket, sondern Teil unserer Leistung — und genau der Teil, an dem Bauherren bei Billiganbietern am häufigsten allein gelassen werden.
Jede Stromerzeugungsanlage — auch das Balkonkraftwerk — muss im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden, und zwar innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Auch der Stromspeicher ist eigenständig zu registrieren. Für Sie bedeutet das: Wird die Frist versäumt, kann der Netzbetreiber die Einspeisevergütung zurückhalten, und es droht ein Bußgeldverfahren. Wir registrieren fristgerecht und schicken Ihnen die Registrierungsbestätigung.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sichert Ihnen für 20 Jahre zuzüglich des Inbetriebnahmejahres eine feste Vergütung für den eingespeisten Strom zu. Sie haben die Wahl zwischen zwei Modellen:
Die EEG-Sätze sinken halbjährlich (Degression) und gelten gestaffelt nach Anlagengröße. Zur Orientierung bewegt sich die Teileinspeisung für Anlagen bis 10 kWp derzeit im Bereich von etwa 7 bis 8 ct/kWh, die Volleinspeisung bei rund 12 bis 13 ct/kWh. Maßgeblich ist immer der am Tag der Inbetriebnahme gültige Satz. Stand: Juli 2026 — wir prüfen die aktuellen Werte für Ihr Projekt tagesaktuell und weisen sie im Angebot aus.
Zu beachten ist außerdem: Neuanlagen erhalten in Stunden mit negativen Börsenstrompreisen keine Vergütung, und Anlagen ohne intelligentes Messsystem und Steuerbarkeit dürfen nur einen reduzierten Anteil ihrer Leistung einspeisen. Beides berücksichtigen wir bereits bei der Auslegung — es ist ein weiteres Argument dafür, den Eigenverbrauch zu maximieren statt auf die Einspeisung zu setzen.
Wärmepumpen, Wallboxen ab 4,2 kW und netzgekoppelte Stromspeicher gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Sie müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden und diesem im Gegenzug erlauben, die Bezugsleistung in seltenen Engpasssituationen vorübergehend zu reduzieren — auf mindestens 4,2 kW je Einrichtung. Für Sie bedeutet das: Im Alltag bemerken Sie davon nach heutiger Praxis so gut wie nichts, denn steuernde Eingriffe sind selten und zeitlich eng begrenzt. Dafür erhalten Sie reduzierte Netzentgelte — wahlweise als pauschaler Jahresabschlag (Modul 1) oder als prozentuale Reduzierung des Arbeitspreises (Modul 2). Wichtig: Ihre PV-Erzeugung und Ihr Eigenverbrauch werden davon nicht begrenzt; geregelt wird nur der Netzbezug. Wir melden die betroffenen Geräte an und richten die Steuerbox mit ein.
Für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen samt Speicher auf und in der Nähe von Wohngebäuden gilt seit dem 1. Januar 2023 ein Umsatzsteuersatz von 0 %. Die Voraussetzungen gelten bei Anlagen mit einer Bruttoleistung bis 30 kW als erfüllt. Für Sie bedeutet das: Auf Ihrer Rechnung steht keine Mehrwertsteuer — der Nettopreis ist der Endpreis. Ein Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung, wie er vor 2023 üblich war, um die Vorsteuer zu ziehen, ist damit gegenstandslos geworden. Für die ertragsteuerliche Seite (Einkommensteuerbefreiung für typische Anlagen) und für Sonderfälle wie Gewerbeobjekte oder Mieterstrom sprechen Sie bitte mit Ihrem Steuerberater — wir dürfen und wollen keine steuerliche Beratung leisten.
Ein Photovoltaikprojekt ist gut planbar. Die eigentliche Montage dauert wenige Tage — der Zeitbedarf entsteht davor und danach, in Planung, Genehmigung und Netzanmeldung. Nachfolgend der reale Ablauf mit belastbaren Zeitangaben aus unserer Projektpraxis.
Sie haben von Anfang bis Ende denselben Ansprechpartner. Keine Subunternehmerkette, keine Übergabe an ein Callcenter nach Vertragsabschluss.
Vor-Ort-Termin, Sichtung des Zählerschranks, Erfassung des Dachs per Drohne auf Zentimeter genau. Daraus entstehen Belegungsplan, Verschattungssimulation und Ertragsprognose — vor Ihrer Entscheidung.
Gerüststellung, zertifizierte Dachhaken, nachgewiesene Schnee- und Windlast nach Eurocode 1, saubere Modulreihen mit definierten Randabständen. Das Dach ist in den meisten Fällen an einem bis zwei Tagen fertig.
DC-Verkabelung, Wechselrichter, Speicheraufstellung, Zählerschrank, Überspannungsschutz und Potentialausgleich — ausgeführt von unseren eigenen Elektrofachkräften, nicht von angemieteten Kolonnen.
Messungen und Prüfprotokoll nach DIN EN 62446-1, Zählerwechsel, Inbetriebsetzung mit dem Netzbetreiber, MaStR-Registrierung, Monitoring-App und Einweisung am Objekt.
Vom unterschriebenen Auftrag bis zur einspeisenden Anlage vergehen im Regelfall 8 bis 16 Wochen. Die reine Bauzeit auf Ihrem Grundstück beträgt davon 2 bis 4 Tage. Muss zusätzlich der Zählerschrank erneuert werden oder steht ein Denkmalschutzverfahren an, planen Sie bitte weitere vier bis acht Wochen ein. Bis zum Zählerwechsel darf die Anlage in Abstimmung mit dem Netzbetreiber häufig bereits für den Eigenverbrauch laufen — wir klären das im Einzelfall.
Die folgenden Werte sind Erfahrungswerte aus Projekten im Großraum München für ein Einfamilienhaus mit Satteldach. Sie ersetzen keine individuelle Berechnung — sie geben Ihnen eine Größenordnung, mit der Sie Angebote einordnen können.
| Kleines EFH, 2 Personen, ~3.500 kWh/a | 6 – 8 kWp |
|---|---|
| Klassisches EFH, 4 Personen, ~4.500 kWh/a | 8 – 12 kWp |
| EFH mit Wärmepumpe, ~7.000 kWh/a | 12 – 16 kWp |
| EFH mit Wärmepumpe + E-Auto, ~9.500 kWh/a | 15 – 20 kWp |
| Flächenbedarf je kWp | ca. 4 – 5 m² |
| Spezifischer Ertrag Region München | 950 – 1.100 kWh/kWp·a |
| PV-Anlage 8 – 12 kWp, ohne Speicher | ca. 1.300 – 1.700 €/kWp |
|---|---|
| PV-Anlage ab 15 kWp, ohne Speicher | ca. 1.100 – 1.500 €/kWp |
| Stromspeicher, nutzbare Kapazität | ca. 600 – 900 €/kWh |
| Zählerschrank-Modernisierung (falls nötig) | ca. 1.500 – 3.500 € |
| Wallbox inkl. Installation | ca. 1.200 – 2.500 € |
| Gerüst, je nach Objekt | ca. 800 – 2.000 € |
| Kennwert | ohne Speicher | mit Speicher |
|---|---|---|
| Eigenverbrauchsquote | 25 – 35 % | 55 – 70 % |
| Autarkiegrad | 25 – 35 % | 60 – 75 % |
| Amortisationszeit | ca. 9 – 13 Jahre | ca. 11 – 16 Jahre |
| Erwartete Nutzungsdauer Module | 25 – 30+ Jahre | |
| Erwartete Nutzungsdauer Wechselrichter | 12 – 20 Jahre | |
| Erwartete Nutzungsdauer Speicher (LFP) | 12 – 20 Jahre | |
Sämtliche Angaben sind Richtwerte, keine Zusagen. Sie hängen ab von Strompreis, Verbrauchsprofil, Dachsituation, Vergütungssatz und Zinsniveau. Gerechnet ist mit einem Strombezugspreis von rund 0,32 €/kWh, ohne Kreditkosten und ohne Berücksichtigung künftiger Strompreissteigerungen — steigt der Strompreis, verkürzt sich die Amortisation entsprechend. Stand: Juli 2026.
Ihre projektbezogene Berechnung erstellen wir im Angebot: mit Ihren tatsächlichen Verbrauchsdaten, dem simulierten Ertrag Ihres Dachs und den am Inbetriebnahmetag gültigen Vergütungssätzen.
Module, Wechselrichter und Speicher — abgestuft von der Premium-Lösung mit maximaler Effizienz bis zum bewährten Preis-Leistungs-Sieger.
| Segment | Hersteller (Beispiel) | Argumentation |
|---|---|---|
| High-End Maximale Effizienz und Garantie | Meyer Burger / SunPowerBlack / White · Maxeon 6 | Wenn die Dachfläche knapp ist oder die Optik zählt, holt die Premiumklasse das Maximum heraus: höchste Zellwirkungsgrade, mehr Ertrag pro Quadratmeter und Produktgarantien von bis zu 40 Jahren. Der Aufpreis rechnet sich überall dort, wo jeder Quadratmeter Dach gebraucht wird. |
| Mid-Class Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis | Viessmann / Q-CellsVitovolt / Vitocharge VX3 · Q.PEAK DUO | Unsere häufigste Empfehlung. Deutsche Entwicklung, verlässliche Lieferketten und ein Wirkungsgrad, der nur wenige Zehntelprozent unter der Spitze liegt — zu deutlich geringeren Kosten. Für das typische Einfamilienhaus mit ausreichend Dachfläche der wirtschaftlich sinnvollste Punkt. |
| Low-Cost Bewährte Technik, bester Preis | JinkoSolar / Trina SolarTiger Neo · Vertex S+ | Bewährte Standardtechnik aus großer Serie. Wenn Dachfläche reichlich vorhanden ist und die Amortisationszeit das entscheidende Kriterium bleibt, holen Sie hier die meisten Kilowattstunden pro investiertem Euro heraus. Die kürzere Produktgarantie gleicht der niedrigere Anschaffungspreis in der Regel aus. |
Alle Angaben sind Beispielhersteller · Stand 2026. Verfügbarkeit und Garantiebedingungen prüfen wir projektbezogen.
Nachfolgend die Systeme, die wir in der Region München regelmäßig verbauen — nach Segment sortiert, mit den Kennwerten, auf die es bei der Auswahl ankommt.
Wenn die Dachfläche knapp ist oder die Optik zählt, holt die Premiumklasse das Maximum heraus: höchste Zellwirkungsgrade, mehr Ertrag pro Quadratmeter und Produktgarantien von bis zu 40 Jahren. Der Aufpreis rechnet sich überall dort, wo jeder Quadratmeter Dach gebraucht wird.
Schweizer Präzision, Fertigung in Deutschland
Höchste Effizienz durch HJT-Zelltechnologie, Produktion in Sachsen, bis zu 30 Jahre Produktgarantie und eine edle Full-Black-Optik ohne sichtbare Zellverbinder.
| Wirkungsgrad | bis 21,8 % |
|---|---|
| Produktgarantie | 30 Jahre |
| Leistungsgarantie | 30 Jahre / 93,2 % |
| Fertigung | Deutschland |
Rückkontaktzellen mit extrem hoher Flächenleistung
Maxeon-Rückkontaktzellen liefern die höchste Leistung pro Quadratmeter — die erste Wahl, wenn die Dachfläche knapp ist und trotzdem maximaler Ertrag gefordert wird.
| Wirkungsgrad | bis 22,8 % |
|---|---|
| Produktgarantie | 40 Jahre |
| Leistungsgarantie | 40 Jahre / 88,3 % |
| Besonderheit | Rückkontaktzelle |
Unsere häufigste Empfehlung. Deutsche Entwicklung, verlässliche Lieferketten und ein Wirkungsgrad, der nur wenige Zehntelprozent unter der Spitze liegt — zu deutlich geringeren Kosten. Für das typische Einfamilienhaus mit ausreichend Dachfläche der wirtschaftlich sinnvollste Punkt.
Die vernünftige Mitte — System aus einer Hand
Deutsche Traditionsmarke mit einem aufeinander abgestimmten System aus Modul, Speicher und Wärmepumpe. Ein Ansprechpartner, eine App, exzellenter Werkskundendienst.
| Wirkungsgrad | bis 21,0 % |
|---|---|
| Produktgarantie | 25 Jahre |
| Speicher | Vitocharge VX3, modular |
| Besonderheit | Systemintegration PV + WP |
Deutsche Ingenieurskunst, millionenfach bewährt
Entwickelt in Thalheim (Sachsen-Anhalt), mit Q.ANTUM-Zelltechnologie und sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der meistverbaute Kompromiss aus Qualität und Kosten.
| Wirkungsgrad | bis 21,3 % |
|---|---|
| Produktgarantie | 25 Jahre |
| Leistungsgarantie | 25 Jahre / 86 % |
| Entwicklung | Deutschland |
Bewährte Standardtechnik aus großer Serie. Wenn Dachfläche reichlich vorhanden ist und die Amortisationszeit das entscheidende Kriterium bleibt, holen Sie hier die meisten Kilowattstunden pro investiertem Euro heraus. Die kürzere Produktgarantie gleicht der niedrigere Anschaffungspreis in der Regel aus.
Weltmarktführer — bewährte Technik zum besten Preis
Größter Modulhersteller der Welt. N-Type-TOPCon-Technologie aus hocheffizienter Massenfertigung — die richtige Wahl für budgetorientierte Projekte ohne Kompromiss bei der Zuverlässigkeit.
| Wirkungsgrad | bis 22,5 % |
|---|---|
| Produktgarantie | 15 Jahre |
| Leistungsgarantie | 30 Jahre / 87,4 % |
| Technologie | N-Type TOPCon |
Kompaktes Format, hoher Ertrag, breite Verfügbarkeit
Einer der globalen Marktführer. Das kompakte Vertex-S+-Format lässt sich auf verwinkelten Dächern besonders gut belegen und ist logistisch unkompliziert.
| Wirkungsgrad | bis 22,0 % |
|---|---|
| Produktgarantie | 15 Jahre |
| Leistungsgarantie | 30 Jahre / 87,4 % |
| Besonderheit | kompaktes Format |
In den allermeisten Fällen ja. Entscheidend ist nicht, ob Schatten vorhanden ist, sondern wann und wie lange. Ein Kamin, der von 8 bis 9 Uhr morgens zwei Module streift, kostet über das Jahr wenige Prozent. Technisch lösen wir Teilverschattung über eine geschickte Stringaufteilung, Leistungsoptimierer oder Modulwechselrichter — dann liefert jedes Modul unabhängig. Wir simulieren den Schattenwurf über den kompletten Jahresgang und weisen den Verlust im Angebot beziffert aus, statt ihn zu verschweigen.
Häufig ja, aber nicht ohne Verfahren. Bei einem Einzeldenkmal oder in einem Ensembleschutzbereich ist eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis erforderlich. Die Genehmigungspraxis hat sich in Bayern spürbar geöffnet — die Belange des Klimaschutzes sind bei der Abwägung ausdrücklich zu berücksichtigen. In der Praxis helfen: nicht einsehbare Dachflächen, vollflächige statt gestückelter Belegung, homogene Full-Black- Module ohne sichtbare Zellverbinder, ziegelrote Sonderfarben oder Indach-Systeme. Wir stimmen den Belegungsplan vor Angebotslegung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde ab.
Eine Pflicht besteht nicht, wir raten aber dringend dazu. Melden Sie die Anlage zunächst Ihrem Wohngebäudeversicherer — häufig lässt sie sich für einen kleinen Beitrag einschließen, und die Meldung ist wichtig, damit im Schadensfall kein Streit über den Deckungsumfang entsteht. Eine eigenständige Photovoltaikversicherung geht weiter und deckt zusätzlich Elektronikschäden, Marderbiss, Diebstahl und Ertragsausfall. Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Privathaftpflicht die Betreiberhaftung für die eingespeiste Anlage umfasst.
In unserer Region in aller Regel nicht. Solarglas ist beschichtet und selbstreinigend; bei Dachneigungen ab etwa 15 Grad spült Regen Staub und Pollen zuverlässig ab. Sinnvoll ist eine Reinigung bei sehr flachen Dächern, bei starker Baumbelastung, in unmittelbarer Nähe landwirtschaftlicher Betriebe oder bei hartnäckiger Vermoosung an den Rahmenkanten. Wichtiger als Reinigung ist die regelmäßige Sicht- und Funktionsprüfung alle zwei bis vier Jahre — Befestigungen, Steckverbinder und Überspannungsableiter altern, das Glas nicht. Und bitte nie selbst aufs Dach steigen: Absturzsicherung ist kein Detail.
Deutlich weniger, aber nicht nichts. Im Jahresverlauf entfallen grob 70 % des Ertrags auf die Monate März bis September. Ein Dezember bringt oft nur ein Zehntel des Juli-Ertrags, liefert an klaren Frosttagen aber überraschend gute Werte — Kälte erhöht sogar den Modulwirkungsgrad. Schnee bleibt auf glatten Modulen bei üblichen Dachneigungen selten lange liegen und rutscht meist von selbst ab. Wer im Winter unabhängig sein will, braucht nicht mehr Batterie, sondern eine passende Wärmestrategie — deshalb planen wir Wärmepumpe und Photovoltaik am liebsten gemeinsam.
Ja. Am einfachsten und günstigsten ist es, wenn von Anfang an ein Hybridwechselrichter gesetzt wurde — dann ist die Nachrüstung im Wesentlichen eine Montage plus Konfiguration. Bei einem reinen PV-Wechselrichter bleibt die AC-gekoppelte Nachrüstung mit eigenem Batteriewechselrichter; das funktioniert zuverlässig, ist aber etwas teurer und geringfügig verlustbehafteter. Wichtig: Der Speicher ist im Marktstammdatenregister nachzumelden und beim Netzbetreiber als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG anzuzeigen. Auch das übernehmen wir.
Für ein bewohntes Einfamilienhaus fast immer der Eigenverbrauch. Die Rechnung ist simpel: Eine selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 32 Cent Netzbezug, eine eingespeiste bringt etwa 7 bis 8 Cent. Selbst verbrauchen ist damit ungefähr viermal so wertvoll wie einspeisen. Die Volleinspeisung wird erst interessant, wenn eine große Fläche zur Verfügung steht, die zu einem Objekt mit sehr geringem Eigenverbrauch gehört — Scheune, Nebengebäude, Ferienhaus. Wir rechnen beide Varianten im Angebot durch, damit Sie die Differenz schwarz auf weiß sehen.
Module haben keine beweglichen Teile und altern sehr langsam: Hersteller garantieren typischerweise nach 25 bis 30 Jahren noch 85 bis 93 % der Anfangsleistung; die reale Nutzungsdauer liegt oft darüber. Der Wechselrichter ist das Bauteil, das statistisch als erstes getauscht wird — rechnen Sie nach 12 bis 20 Jahren mit einem Ersatz und stellen Sie diese Position in Ihrer Kalkulation zurück. Für die Entsorgung gilt: PV-Module fallen unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) und werden kostenfrei zurückgenommen. Glas, Aluminiumrahmen und Silizium sind zu über 90 % des Modulgewichts stofflich verwertbar. Wir organisieren die Rücknahme, wenn wir eine Altanlage abbauen.
Ertragsprognose, Belegungsplan und eine ehrliche Wirtschaftlichkeitsrechnung — kostenlos und unverbindlich. Erreichbar sind wir Mo–Do 08:00 – 17:00 Uhr · Fr 08:00 – 14:00 Uhr.