Leistung 02

Wärmepumpen & Heiztechnik

Aus 1 kWh Strom werden bis zu 4 kWh Wärme — wenn die Anlage zum Gebäude passt. Auf dieser Seite erklären wir vollständig, wie die Technik arbeitet, welche Normen und Pflichten in Deutschland gelten, wie gefördert wird und wie ein Projekt bei Generation Solar abläuft. Auch dann, wenn die ehrliche Antwort einmal „noch nicht“ lautet.

Luft / Sole / WasserR290DIN EN 12831 VDI 4645bis 70 % Förderung

Grundlagen: Was eine Wärmepumpe wirklich tut

Eine Wärmepumpe erzeugt keine Wärme — sie transportiert sie. Genau deshalb kann sie mehr Wärme liefern, als sie an Strom aufnimmt. Sie entzieht der Umgebung Wärme auf niedrigem Temperaturniveau, hebt dieses Niveau technisch an und gibt die Wärme im Haus wieder ab. Der Strom bezahlt nicht die Wärme, sondern nur den Transport. Das ist der ganze Trick — und zugleich der Grund, warum eine schlecht geplante Anlage so viel schlechter arbeitet als eine gut geplante: Je weiter die Wärme „nach oben gepumpt“ werden muss, desto teurer wird der Transport.

Der Kältekreislauf in vier Schritten

Im Inneren zirkuliert ein Kältemittel, das schon bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft. Es durchläuft geschlossen und immer wieder dieselben vier Stationen:

  1. Verdampfer. Die Umweltwärme — aus Außenluft, Erdreich oder Grundwasser — trifft auf das flüssige, sehr kalte Kältemittel. Schon wenige Grad reichen aus: Das Kältemittel siedet und wird gasförmig. Auch bei minus 10 °C Außentemperatur steckt in der Luft noch nutzbare Energie.
  2. Verdichter. Ein elektrisch angetriebener Kompressor presst das Gas zusammen. Verdichtetes Gas wird heiß — dasselbe Prinzip, das eine Fahrradpumpe warm werden lässt. Hier, und nur hier, wird nennenswert Strom verbraucht.
  3. Verflüssiger. Das heiße Gas gibt seine Wärme an das Heizungswasser ab und wird dabei wieder flüssig. Diese Wärme fließt in Fußbodenheizung, Heizkörper und Warmwasserspeicher.
  4. Expansionsventil. Das flüssige Kältemittel wird entspannt, kühlt stark ab und ist bereit, im Verdampfer erneut Umweltwärme aufzunehmen. Der Kreis schließt sich.

Die drei Wärmequellen im Vergleich

Welche Quelle die richtige ist, entscheidet nicht der Katalog, sondern das Grundstück, das Gebäude und das Budget.

Luft-Wasser

Die mit Abstand häufigste Bauart: Ein Ventilator saugt Außenluft an, ein Wärmeübertrager entzieht ihr Energie. Keine Bohrung, keine wasserrechtliche Erlaubnis, vergleichsweise geringe Investition. Der Nachteil ist physikalisch: Genau dann, wenn am meisten Wärme gebraucht wird, ist die Quelle am kältesten — die Effizienz sinkt an Frosttagen.

  • Monoblock: Der komplette Kältekreis sitzt geschlossen in der Außeneinheit; ins Haus geht nur gedämmtes Heizungswasser. Es ist kein Kälteschein nötig, die Anlage ist ab Werk dicht und mit brennbaren Kältemitteln wie R290 die einfachere Lösung. Dafür muss die Wasserführung frostsicher ausgeführt werden.
  • Split: Verdampfer außen, Verflüssiger innen, dazwischen laufen Kältemittelleitungen. Das erlaubt kürzere Wasserwege und eine leisere Außeneinheit, erfordert aber Arbeiten am Kältekreis durch sachkundiges Personal und eine regelmäßige Dichtheitsprüfung, sobald die Füllmenge die gesetzlichen Schwellen überschreitet.

Sole-Wasser (Erdwärme)

Ein Wasser-Frostschutz-Gemisch („Sole“) zirkuliert im Erdreich. Ab wenigen Metern Tiefe liegt die Bodentemperatur ganzjährig etwa zwischen 8 und 12 °C — die Quelle bleibt also im Januar so gut wie im Oktober. Das ergibt die höchsten Jahresarbeitszahlen und einen praktisch geräuschlosen Betrieb ohne Außeneinheit.

  • Erdwärmesonde: senkrechte Bohrung, typisch 50 bis 150 m. Geringer Flächenbedarf, aber erlaubnispflichtig nach Wasserrecht.
  • Flächenkollektor: waagerecht in etwa 1,2 bis 1,5 m Tiefe verlegt. Günstiger in der Erschließung, braucht aber grob das Anderthalb- bis Zweifache der beheizten Wohnfläche als unversiegelte Gartenfläche — ohne Bebauung darüber.

Wasser-Wasser (Grundwasser)

Die effizienteste, aber auch anspruchsvollste Variante. Über einen Förder- und einen Schluckbrunnen wird Grundwasser genutzt, das ganzjährig rund 8 bis 12 °C hat. Sie setzt eine ausreichende Schüttung, geeignete Wasserqualität (Eisen- und Mangangehalt!) und immer eine wasserrechtliche Erlaubnis voraus. Wir prüfen das vor jedem Angebot gemeinsam mit der zuständigen Behörde.

COP, SCOP und JAZ — welche Zahl zählt

Drei Kennzahlen, die gern verwechselt werden. Der Unterschied entscheidet über Ihre Heizkostenabrechnung:

  • COP (Coefficient of Performance) ist eine Momentaufnahme im Prüflabor bei genau definierten Bedingungen, etwa A7/W35 — 7 °C Außenluft, 35 °C Vorlauf. Ein COP von 5,0 sagt nur: unter diesen Idealbedingungen wird aus 1 kWh Strom 5 kWh Wärme. Kein Haus wird bei 7 °C und Idealbedingungen beheizt.
  • SCOP ist der über eine genormte Klimaperiode gemittelte Wert nach Ökodesign-Verordnung. Deutlich ehrlicher als der COP, aber weiterhin ein Normwert — er kennt weder Ihr Gebäude noch Ihre Heizkurve noch Ihren Warmwasserverbrauch.
  • JAZ (Jahresarbeitszahl) ist die einzige Zahl, die Ihre Rechnung bestimmt: gemessene Wärmemenge des Jahres geteilt durch tatsächlich verbrauchten Strom — inklusive Warmwasser, Umwälzpumpen, Abtauzyklen und Heizstab. Sie ist typischerweise spürbar niedriger als der SCOP. Eine Anlage mit SCOP 4,8 landet im Bestand realistisch bei einer JAZ von 3,0 bis 4,0.

Unsere Praxis

Wir bauen in jede Anlage einen Wärmemengenzähler ein. Nur damit lässt sich die JAZ überhaupt messen — und nur was gemessen wird, lässt sich nach der ersten Heizperiode nachjustieren. Angebote ohne Wärmemengenzähler sind billiger und im Betrieb teurer.

Warum die Vorlauftemperatur alles entscheidet

Der wichtigste Hebel für die Effizienz liegt nicht im Gerät, sondern im Haus. Je geringer der Abstand zwischen Quellentemperatur und Vorlauftemperatur, desto weniger Arbeit muss der Verdichter leisten. Als grobe, in der Praxis gut belastbare Faustregel gilt: Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur verbessert die Jahresarbeitszahl um rund 2 bis 3 Prozent.

Von 55 °C auf 40 °C abzusenken bedeutet also grob ein Drittel weniger Stromverbrauch — ohne dass am Gerät irgendetwas verändert wurde. Deshalb steht bei uns vor jedem Angebot die Frage: Mit welcher Vorlauftemperatur kommt dieses Gebäude im Winter wirklich aus? Und deshalb ist der Austausch von drei unterdimensionierten Heizkörpern oft die wirtschaftlichere Investition als das größere Gerät.

Eignung im Bestand — und wann wir abraten

Der Satz „Wärmepumpen funktionieren im Altbau nicht“ ist falsch. Der Satz „Wärmepumpen funktionieren überall“ ist es ebenso. Richtig ist: Eine Wärmepumpe funktioniert in jedem Gebäude, das im Winter mit einer moderaten Vorlauftemperatur warm wird. Ob Ihr Gebäude dazugehört, lässt sich mit einfachen Mitteln herausfinden — lange bevor irgendjemand ein Angebot schreibt.

Der Vorlauftemperatur-Test — kostenlos, mit Ihrer alten Heizung

Der aussagekräftigste Test kostet nichts und braucht nur einen kalten Wintertag:

  1. Warten Sie einen richtig kalten Tag ab — idealerweise unter minus 5 °C, in München also typischerweise im Januar oder Februar.
  2. Senken Sie an der bestehenden Heizung die Vorlauftemperatur schrittweise auf 50 bis 55 °C ab (an der Heizkurve, nicht am Thermostat).
  3. Öffnen Sie alle Thermostatventile vollständig und lassen Sie das Haus zwei bis drei Tage so laufen.
  4. Wird jeder Raum ausreichend warm, ist Ihr Gebäude ein guter Wärmepumpen-Kandidat. Bleiben einzelne Räume kühl, wissen Sie genau, welche — und das sind meist zwei oder drei Heizkörper, nicht das ganze Haus.

Worauf wir beim Vor-Ort-Termin zusätzlich schauen

  • Heizkörpergrößen. Große, tiefe Plattenheizkörper mit mehreren Lagen arbeiten bei 45 °C erstaunlich gut. Schmale, alte Rippenheizkörper unter dem Fenster brauchen oft 65 °C — sie sind die Bremse, nicht das Gebäude.
  • Fußbodenheizung. Ideal, aber kein Ausschlusskriterium. Auch gemischte Systeme lassen sich sauber betreiben, wenn Kreise hydraulisch getrennt geführt werden.
  • Dämmzustand. Oberste Geschossdecke und Kellerdecke sind die günstigsten Maßnahmen überhaupt und senken die Heizlast oft zweistellig prozentual. Die Fassade ist teuer — und selten die Voraussetzung.
  • Fenster. Einfachverglasung ist ein echtes Warnsignal; Zweischeiben-Isolierglas ab etwa 1995 ist in der Regel unkritisch.
  • Tatsächlicher Verbrauch. Wir bitten immer um die Gas- oder Ölabrechnungen der letzten drei Jahre. Sie sagen mehr über das Gebäude aus als jede Schätzung — und decken auf, wenn eine rechnerische Heizlast unrealistisch hoch herauskommt.
  • Aufstellort und Nachbarbebauung. Abstände, Grundstücksgrenzen, Fenster der Nachbarn, Reflexionsflächen. Dazu mehr im Abschnitt zum Schallschutz.
  • Elektrische Situation. Zählerschrank, Vorsicherung, Platz für Steuerung und Zähler nach § 14a EnWG.

Wenn erst Teilmaßnahmen sinnvoll sind

In etwa jedem sechsten Bestandsprojekt empfehlen wir, vor dem Heizungstausch etwas anderes zu tun. Typische Reihenfolgen:

  • Zwei bis vier Heizkörper tauschen statt ein größeres Gerät kaufen. Kostet meist einen niedrigen vierstelligen Betrag und senkt die nötige Vorlauftemperatur dauerhaft.
  • Oberste Geschossdecke dämmen, bevor die Heizlast berechnet wird — sonst wird die Wärmepumpe auf ein Gebäude ausgelegt, das es danach nicht mehr gibt.
  • Hydraulischen Abgleich vorziehen, wenn die alte Heizung noch ein bis zwei Jahre läuft. Er senkt sofort die Kosten und ist später ohnehin Pflicht.

Wann wir von einer Wärmepumpe abraten

Eine Wärmepumpe ist nicht in jedem Fall die richtige Antwort. Wir empfehlen ausdrücklich eine Hybrid- oder Biomasselösung, wenn eines davon zutrifft:

  • Das Gebäude braucht im Winter dauerhaft über 65 bis 70 °C Vorlauf und eine Heizkörperertüchtigung ist baulich oder denkmalrechtlich nicht möglich.
  • Der Aufstellort lässt die Immissionsrichtwerte der TA Lärm an der Nachbarbebauung nicht sicher einhalten und es gibt keine Alternative.
  • Der spezifische Wärmebedarf liegt weit über 200 kWh pro Quadratmeter und Jahr und eine Sanierung ist in den nächsten Jahren nicht geplant.
  • Ein Verkauf oder Abriss steht mittelfristig an — dann trägt sich die Investition nicht.

In diesen Fällen zeigen wir Ihnen unter Alternative Energiesysteme, was stattdessen sinnvoll ist. Ein Auftrag, der nach fünf Jahren zu hohen Stromrechnungen führt, nützt uns nichts.

Normen, Recht & Pflichten in Deutschland

Kaum eine Haustechnik ist in Deutschland so dicht reguliert wie die Wärmepumpe — von Energierecht über Immissionsschutz und Wasserrecht bis zum Anschluss ans Stromnetz. Das ist kein Selbstzweck: Fast jede dieser Regeln existiert, weil sie einen konkreten Fehler verhindert. Hier steht, was jede Vorschrift für Sie als Bauherr praktisch bedeutet — und welche Pflicht wir für Sie übernehmen.

GEG — Gebäudeenergiegesetz

Das GEG verlangt, dass jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Eine Wärmepumpe erfüllt diese Anforderung ohne weiteren Nachweis. Im Neubau innerhalb eines Neubaugebiets gilt die Vorgabe bereits seit dem 1. Januar 2024.

Im Bestand ist die Vorgabe an die kommunale Wärmeplanung gekoppelt: Sie greift erst, wenn die Gemeinde ihre Wärmeplanung vorgelegt hat — spätestens Mitte 2026 in Städten über 100.000 Einwohnern (also auch in München) und spätestens Mitte 2028 in kleineren Gemeinden. Bis dahin dürfen bestehende Heizungen weiterlaufen und im Havariefall repariert werden. Fällt eine Heizung endgültig aus, greifen mehrjährige Übergangsfristen, in denen auch eine Übergangslösung eingebaut werden darf.

Was das für Sie heißt

Sie müssen Ihre funktionierende Heizung nicht austauschen. Aber: Wer den Tausch selbst plant statt ihn von einem Defekt erzwingen zu lassen, hat die Ruhe für Heizlastberechnung, Angebotsvergleich und Förderantrag — und bekommt in aller Regel die deutlich höhere Förderquote. Der Klimageschwindigkeitsbonus setzt sogar eine noch funktionstüchtige alte Heizung voraus.

DIN EN 12831 — Heizlastberechnung

Die DIN EN 12831 (mit dem nationalen Beiblatt für Deutschland) regelt, wie die Norm-Heizlast eines Gebäudes berechnet wird: raumweise, aus Bauteilaufbauten, Flächen, Wärmebrücken, Lüftungswärmeverlust und der Norm-Außentemperatur des Standorts. Für München ist das ein Auslegungswert im Bereich von etwa minus 14 °C.

Das Ergebnis ist die Grundlage für alles Weitere: Gerätegröße, Heizkörperauslegung, Pufferspeicher, Volumenströme. Ohne Heizlastberechnung ist jede Auslegung geraten. Und geraten wird in der Praxis fast immer nach oben — mit teuren Folgen: Eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet, das heißt sie schaltet ständig ein und aus, verschleißt den Verdichter und verliert spürbar an Jahresarbeitszahl.

Eine zu große Wärmepumpe ist der häufigste und teuerste Planungsfehler im Bestand.

Aus unserer Projektpraxis

VDI 4645 — Planung und Dimensionierung

Die VDI 4645 ist die Planungsrichtlinie für Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Gebäuden bis 70 kW Heizleistung. Sie beschreibt den kompletten Weg von der Gebäudeaufnahme über die Quellenwahl und die Betriebsweise (monovalent, monoenergetisch oder bivalent) bis zur Dokumentation und Übergabe. Sie ist außerdem die Grundlage der anerkannten Fachbetriebsqualifikation für Wärmepumpen.

Für Sie ist das der Qualitätsmaßstab, an dem Sie Angebote vergleichen können: Ein Angebot nach VDI 4645 nennt Heizlast, Bivalenzpunkt, Auslegungsvorlauftemperatur, Speichervolumen und den Deckungsanteil des Heizstabs. Ein Angebot ohne diese Angaben nennt nur einen Preis.

Hydraulischer Abgleich nach VdZ-Verfahren B

Beim hydraulischen Abgleich wird jedem Heizkörper genau der Volumenstrom zugewiesen, den er für seine Raumheizlast braucht — statt dass der nächstgelegene Heizkörper das meiste Wasser abbekommt und die entfernten Räume kalt bleiben. Das Verfahren B nach dem VdZ-Formblatt ist die genaue Variante: raumweise Heizlast, Heizkörperleistung, berechnete Einstellwerte an voreinstellbaren Ventilen. Das einfachere Verfahren A auf Basis von Schätzwerten reicht dafür nicht.

Fördervoraussetzung

Für die Heizungsförderung ist der hydraulische Abgleich nach Verfahren B verpflichtend und muss dokumentiert werden. Wir führen ihn aus, protokollieren die Einstellwerte je Heizkörper und übergeben Ihnen das ausgefüllte Formblatt — es gehört zu den Nachweisen für den Verwendungsnachweis.

TA Lärm und BImSchG — Schallschutz zum Nachbarn

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine Anlage im Sinne des Bundes-Immissionsschutz­gesetzes und muss so errichtet und betrieben werden, dass schädliche Umwelteinwirkungen vermieden werden. Konkretisiert wird das durch die TA Lärm. Maßgeblich sind die Immissionsrichtwerte am Immissionsort — also am nächstgelegenen schutzbedürftigen Fenster des Nachbarn, nicht an Ihrer Grundstücksgrenze:

Immissionsrichtwerte nach TA Lärm (Auszug)
Reines Wohngebiet (WR)50 dB(A) tags · 35 dB(A) nachts
Allgemeines Wohngebiet (WA)55 dB(A) tags · 40 dB(A) nachts
Mischgebiet (MI)60 dB(A) tags · 45 dB(A) nachts
Nachtzeitraum22:00 – 06:00 Uhr

Die Nachtwerte sind der Engpass — nicht die Tagwerte. Und die Physik ist unerbittlich: Der Schalldruck fällt mit der Entfernung ab, eine Verdopplung des Abstands bringt rund 6 dB(A). Umgekehrt heben Reflexionen an Wänden den Pegel deutlich an: Eine Aufstellung in einer Ecke zwischen zwei Hauswänden kann mehrere Dezibel kosten. Genau deshalb ist der Aufstellort die wichtigste einzelne Entscheidung der gesamten Planung — wichtiger als das Fabrikat.

Normverweis und Praxis

Wir erstellen für jede Außenaufstellung eine Schallimmissionsprognose auf Basis des Herstellerschallleistungspegels und der tatsächlichen Geometrie — inklusive Reflexionszuschlägen. Reicht der Abstand rechnerisch nicht, planen wir zuerst um (anderer Aufstellort, Schallschutzhaube, Nachtabsenkung des Verdichters) und erst danach über die Geräteauswahl. Ein nachträglicher Nachbarschaftsstreit ist teurer als jede Umplanung.

F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 und natürliche Kältemittel

Die seit 2024 geltende neue F-Gase-Verordnung der EU löst die Vorgängerregelung ab und senkt die zulässigen Mengen fluorierter Treibhausgase über einen festen Stufenplan bis zum vollständigen Ausstieg. Für Wärmepumpen gelten dabei je nach Bauart und Leistung gestaffelte Verbotstermine für Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial.

Für Sie ist das vor allem eine Frage der Ersatzteil- und Servicesicherheit über zwanzig Jahre Betriebszeit. Anlagen mit R290 (Propan) sind davon nicht betroffen: Propan ist ein natürliches Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial von etwa 3 und fällt nicht unter die Beschränkungen für F-Gase. Es hat zudem thermodynamisch günstige Eigenschaften und erreicht hohe Vorlauftemperaturen — deshalb empfehlen wir R290-Geräte im Bestand grundsätzlich. Und es ist der Grund, warum diese Geräte den Effizienzbonus der Förderung auslösen.

Sicherheitsabstände bei R290

Propan ist brennbar (Sicherheitsgruppe A3) und schwerer als Luft. Daraus folgen klare, aber gut beherrschbare Aufstellregeln, die sich aus den einschlägigen Sicherheitsnormen für Kälteanlagen und den Herstellervorgaben ergeben:

  • Um die Außeneinheit liegt ein herstellerdefinierter Schutzbereich (je nach Gerät und Füllmenge meist im Bereich von etwa einem bis wenigen Metern), in dem keine Zündquellen zulässig sind.
  • Innerhalb dieses Bereichs dürfen keine Öffnungen zu tieferliegenden Räumen liegen — also keine Kellerlichtschächte, Kellerfenster, Bodenabläufe, Kellerabgänge oder offenen Kanäle, in denen sich austretendes Gas sammeln könnte.
  • Keine Aufstellung in geschlossenen Innenhöfen oder Mulden ohne Querlüftung.
  • Monoblock-Bauweise ist bei R290 der Regelfall: Der Kältekreis bleibt vollständig im Freien, im Haus zirkuliert nur Wasser.

Diese Bereiche prüfen wir beim Vor-Ort-Termin und dokumentieren sie in der Planung. In der überwiegenden Zahl der Grundstücke ist das eine Frage von einem Meter Verschiebung — kein Ausschlusskriterium.

Erdsonden: Wasserrecht und Bergrecht

Erdwärmesonden und Grundwasserbrunnen greifen in den Untergrund und damit in ein geschütztes Gut ein. Vor der ersten Bohrung steht daher immer ein Verfahren:

  • Wasserrechtliche Erlaubnis nach Wasserhaushaltsgesetz, erteilt von der unteren Wasserbehörde des Landkreises oder der kreisfreien Stadt. Geprüft werden unter anderem Trinkwasserschutzgebiete, Heilquellenschutz, gespannte Grundwasserstockwerke und Altlasten.
  • Bergrecht: Ab einer Bohrtiefe von mehr als 100 Metern kommt das Bundesberggesetz hinzu — die Bohrung ist zusätzlich beim zuständigen Bergamt anzuzeigen.
  • Fachbetrieb und Verpressung: Die Bohrung muss von einem zertifizierten Bohrunternehmen ausgeführt und das Bohrloch vollständig druckverpresst werden, damit keine Grundwasserstockwerke verbunden werden.

Planen Sie für dieses Verfahren realistisch mehrere Wochen bis wenige Monate ein. In Teilen des Münchner Umlands sind Erdsonden wegen Wasserschutzgebieten oder gespannter Grundwasserverhältnisse eingeschränkt oder ausgeschlossen — das klären wir vorab, nicht nach Auftragserteilung.

VDE-AR-N 4100 und § 14a EnWG — Anschluss ans Stromnetz

Eine Wärmepumpe ist eine größere elektrische Verbrauchseinrichtung und muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Maßgeblich ist die Anwendungsregel VDE-AR-N 4100 (Technische Anschlussregeln Niederspannung): Ab einer Bemessungsleistung von 4,2 kVA ist eine Anmeldung und die Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich; die Anmeldung erfolgt durch einen im Installateurverzeichnis eingetragenen Elektrofachbetrieb — bei uns durch die eigene Elektroabteilung.

Seit dem 1. Januar 2024 gilt zusätzlich § 14a EnWG: Neu angeschlossene steuerbare Verbrauchseinrichtungen über 4,2 kW — dazu zählen Wärmepumpen ebenso wie Wallboxen und Nachtspeicherheizungen — müssen bei Netzengpässen vom Netzbetreiber vorübergehend in der Leistung reduziert werden können. Eine vollständige Abschaltung ist dabei nicht zulässig; eine Mindestleistung bleibt garantiert.

Ihr Vorteil daraus

Die Steuerbarkeit ist keine Einschränkung, sondern der Zugang zu reduzierten Netzentgelten. Sie wählen zwischen einer pauschalen jährlichen Reduzierung des Netzentgelts und einer prozentualen Reduzierung des Arbeitspreises; ergänzend existiert ein Modul mit zeitvariablen Netzentgelten. Zusammen mit einem separaten Wärmepumpentarif liegt der Arbeitspreis dadurch typischerweise mehrere Cent je Kilowattstunde unter dem Haushaltsstromtarif. Die Netzanmeldung und die Anmeldung nach § 14a übernehmen wir vollständig.

Was wir davon für Sie übernehmen

  • Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, raumweise, mit Abgleich gegen Ihren realen Verbrauch
  • Auslegung nach VDI 4645 inklusive Bivalenzpunkt und Speicherkonzept
  • Schallimmissionsprognose und Festlegung des Aufstellorts nach TA Lärm
  • Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B inklusive VdZ-Formblatt
  • Netzanmeldung nach VDE-AR-N 4100 und Anmeldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG
  • Begleitung des Förderantrags inklusive Fachunternehmererklärung und Bestätigung nach Durchführung
  • Koordination des Bohrunternehmens und der wasserrechtlichen Anzeige bei Sole- und Wasser-Wasser-Anlagen
  • Dokumentierte Abnahme mit Übergabeprotokoll, Einstellwerten und Einweisung

Förderung: Was der Staat übernimmt

Die Heizungsförderung ist der größte einzelne Hebel auf den Preis — und sie ist der Grund, warum die Reihenfolge der Schritte so wichtig ist. Gefördert wird der Einbau einer Wärmepumpe als Einzelmaßnahme über die Bundesförderung für effiziente Gebäude — Einzelmaßnahmen (BEG EM). Für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngebäuden läuft der Zuschuss über die KfW unter dem Programm 458 „Heizungsförderung“.

Die Bausteine der Förderquote

Zuschussbausteine BEG EM / KfW 458
Grundförderung30 % — für jede förderfähige Wärmepumpe
Klimageschwindigkeitsbonus20 % — beim Austausch einer alten, funktionstüchtigen fossilen Heizung
Einkommensbonus30 % — bis 40.000 € zu versteuerndes Haushaltseinkommen, selbstgenutzt
Effizienzbonus5 % — natürliches Kältemittel (z. B. R290) oder Erdreich/Wasser als Wärmequelle
Maximale Förderquote70 % — Deckel, auch wenn die Summe rechnerisch höher liegt
Förderfähige Höchstkosten30.000 € für die erste Wohneinheit im Einfamilienhaus
Maximaler Zuschuss (EFH)21.000 € — 70 % von 30.000 €

Wichtig zum Verständnis der Zahlen: Die Boni sind additiv, aber durch die 70-Prozent-Grenze gedeckelt. Grundförderung plus Klimageschwindigkeits- plus Einkommensbonus ergäbe rechnerisch bereits 80 Prozent — ausgezahlt werden dennoch höchstens 70. Der Effizienzbonus lohnt sich also vor allem dann, wenn Sie den Einkommensbonus nicht in Anspruch nehmen können.

Der Klimageschwindigkeitsbonus setzt voraus, dass die alte Heizung noch funktionstüchtig ist und ausgetauscht wird — bei Gasheizungen zusätzlich, dass sie ein Mindestalter erreicht hat. Bei Öl-, Kohle- und Nachtspeicherheizungen entfällt die Altersgrenze. Wer wartet, bis der Kessel endgültig ausfällt, verschenkt diesen Bonus.

Die Reihenfolge — hier werden die meisten Fehler gemacht

  1. Vor-Ort-Termin und Angebot. Wir erfassen das Gebäude, rechnen die Heizlast und legen die Anlage aus. Sie erhalten ein Festpreisangebot mit ausgewiesener Förderquote.
  2. Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung. Seit der Umstellung auf die KfW ist der Antrag erst nach Vertragsabschluss möglich. Damit Ihnen daraus kein Risiko entsteht, schließen wir den Vertrag grundsätzlich unter der aufschiebenden Bedingung der Förderzusage. Ohne Zusage entsteht keine Verpflichtung.
  3. Bestätigung zum Antrag (BzA). Wir stellen Ihnen als Fachunternehmen die erforderliche Bestätigung aus, mit der Sie den Antrag im KfW-Portal einreichen — alternativ kann ein Energieeffizienz-Experte diese Rolle übernehmen.
  4. Antragstellung im KfW-Zuschussportal. Voraussetzung ist eine einmalige Identifizierung. Wir begleiten den Vorgang und liefern alle technischen Angaben zu.
  5. Zusage abwarten, dann bauen. Erst mit der Förderzusage wird der Vertrag wirksam und die Montage terminiert.
  6. Bestätigung nach Durchführung und Verwendungsnachweis. Nach Inbetriebnahme erstellen wir die Fachunternehmererklärung inklusive Nachweis des hydraulischen Abgleichs; die Auszahlung erfolgt nach Prüfung.

Stand: Juli 2026 — bitte lesen

Alle hier genannten Fördersätze, Boni, Höchstgrenzen und Verfahrensschritte geben den Stand vom Juli 2026 wieder. Förderrichtlinien, Boni und Antragswege werden regelmäßig angepasst, Haushaltsmittel können begrenzt oder befristet sein, und einzelne Boni laufen nach Plan über die Jahre aus. Diese Seite ist deshalb ausdrücklich keine Förderzusage und keine Rechtsberatung.

Wir prüfen Ihre konkrete Förderfähigkeit vor jedem Angebot individuell gegen die dann gültige Richtlinie und weisen den Betrag aus, der bei Ihnen tatsächlich ankommt. Ergänzend prüfen wir Programme des Freistaats Bayern und der Landeshauptstadt München sowie mögliche Kombinationen mit einem KfW-Ergänzungskredit.

Rechenbeispiel Einfamilienhaus (Richtwert)

Luft-Wasser-Wärmepumpe mit R290, Austausch einer 22 Jahre alten Gasheizung, Gesamtkosten 30.000 € brutto. Grundförderung 30 % + Klimageschwindigkeitsbonus 20 % + Effizienzbonus 5 % = 55 % = 16.500 € Zuschuss. Eigenanteil 13.500 €. Mit Einkommensbonus greift der 70-Prozent-Deckel: 21.000 € Zuschuss, Eigenanteil 9.000 €.

KfW 458 BEG EM BzA durch uns Aufschiebende Bedingung Festpreisangebot
05 / Projektablauf

Vier Schritte, feste Termine, ein Projektleiter.

So läuft ein Wärmepumpenprojekt bei Generation Solar ab. Die Dauern sind Erfahrungswerte aus Sanierungsprojekten im Großraum München — nicht die Bestzeit aus dem Prospekt.

Vorher — was vor dem ersten Montagetag passiert

Zwischen Erstkontakt und Baubeginn liegen in der Regel zwei bis vier Monate. Der Vor-Ort-Termin dauert etwa 90 Minuten und ist kostenlos: Gebäudeaufnahme, Heizungsraum, Zählerschrank, Aufstellort, Verbrauchsdaten. Danach folgen Heizlastberechnung und Angebot (etwa eine Woche), Vertrag mit aufschiebender Bedingung, Förderantrag und Zusage (je nach Auslastung der KfW meist zwei bis sechs Wochen). Parallel läuft die Netzanmeldung. Lieferzeiten für Geräte liegen aktuell typischerweise bei vier bis zehn Wochen, bei Sole-Anlagen kommt das wasserrechtliche Verfahren und der Bohrtermin hinzu.

01

Heizlast & Heiz­körper­check

Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, Aufnahme und Bewertung jedes vorhandenen Heizkörpers, Festlegung der Auslegungs-Vorlauftemperatur und des Aufstellorts inklusive Schallprognose.

1 Termin + ca. 1 Woche
02

Fundament & Außeneinheit

Frostsicheres Fundament oder Konsolen, Kernbohrung für die Leitungsführung, Aufstellung und Ausrichtung der Außeneinheit, Kondensatableitung, Einhaltung der R290-Schutzbereiche.

1 Tag
03

Demontage & Inneneinheit

Rückbau und fachgerechte Entsorgung von Kessel und Öltank, Anschluss von Inneneinheit, Pufferspeicher und Warmwasserbereitung, Elektroinstallation und Zählerplatz. Warmwasser bleibt bis auf wenige Stunden verfügbar.

2–3 Tage
04

Abgleich & Inbetriebnahme

Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B, Heizkurve einstellen, Inbetriebnahme, Wärmemengenzähler aktivieren, Einweisung und Übergabeprotokoll mit allen Einstellwerten.

1 Tag

Danach — was viele Betriebe weglassen

  • Abnahme mit Protokoll. Sie erhalten Heizlastberechnung, Abgleichprotokoll, Schallprognose, Netzanmeldung und die Fachunternehmererklärung als vollständigen Ordner — digital und auf Papier.
  • Nachjustierung nach der ersten Heizperiode. Rund vier bis sechs Monate nach Inbetriebnahme lesen wir den Wärmemengenzähler aus, ermitteln die reale Jahresarbeitszahl und korrigieren Heizkurve, Warmwassertemperatur und Sperrzeiten. Dieser Termin ist bei uns im Preis enthalten — er bringt erfahrungsgemäß noch einmal 5 bis 15 Prozent Stromersparnis.
  • Wartung. Einmal jährlich: Sichtprüfung, Verdampfer reinigen, Anlagendruck, Sicherheitsventile, Filter, Auslesen der Betriebsdaten. Bei Anlagen mit F-Gasen kommt je nach Füllmenge eine gesetzlich vorgeschriebene Dichtheitsprüfung hinzu — bei R290-Monoblocks entfällt sie.
06 / Betriebskosten

Was sich rechnen lässt, legen wir offen.

Modellrechnung für ein saniertes Einfamilienhaus mit 140 m² im Großraum München. Alle Annahmen stehen darunter — damit Sie die Zahlen mit Ihren eigenen Werten nachrechnen können. Es sind Richtwerte, keine Zusicherung.

Angenommene Randbedingungen
Jahreswärmebedarf18.000 kWh (Heizung + Warmwasser)
Jahresarbeitszahl (JAZ)3,6 (Luft-Wasser, Bestand, 45 °C Vorlauf)
Strompreis Wärmepumpentarif0,27 €/kWh brutto
Gaspreis0,11 €/kWh brutto inkl. CO₂-Preis
Jahresnutzungsgrad Altkessel85 % (Gaskessel Baujahr um 2005)
Wartung Gas250 €/Jahr inkl. Schornsteinfeger
Wartung Wärmepumpe150 €/Jahr
PV-Deckung (Variante 3)25 % des WP-Stroms zu 0,10 €/kWh Gestehungskosten

So kommen die Zahlen zustande

Gas: 18.000 kWh ÷ 0,85 = 21.200 kWh Gasbezug × 0,11 € = 2.330 €, plus 250 € Wartung. Wärmepumpe: 18.000 kWh ÷ 3,6 = 5.000 kWh Strom × 0,27 € = 1.350 €, plus 150 € Wartung. Mit PV: 3.750 kWh aus dem Netz, 1.250 kWh vom eigenen Dach. Investitionskosten und Förderung sind hier bewusst nicht enthalten — es geht ausschließlich um die laufenden Kosten.

Richtwerte ohne Investition Stand: Juli 2026
Jährliche Wärmekosten im Vergleich
Alte Gasheizung (Bj. ca. 2005)~ 2.580 €
Wärmepumpe, JAZ 3,6~ 1.500 €
Wärmepumpe + Photovoltaik~ 1.290 €

Ersparnis gegenüber der Gasheizung: rund 1.080 €/Jahr ohne, rund 1.290 €/Jahr mit eigener Photovoltaik. Bei schlechterer Anlagenqualität (JAZ 2,8) sinkt die Ersparnis auf etwa 500 €/Jahr — genau deshalb ist die Auslegung wichtiger als der Gerätepreis. Richtwerte, Stand: Juli 2026. Ihre Zahlen berechnen wir im Beratungstermin mit Ihren realen Verbrauchsdaten.

07 / Produktmatrix

Wir verkaufen keine Marke. Wir empfehlen die passende.

Luft-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpen — von der besonders leisen Premium-Anlage bis zum kompakten Einsteigersystem.

SegmentHersteller (Beispiel)Argumentation
High-End
Maximale Effizienz und Garantie
NIBE / OchsnerS-Serie · AIR FALCON / TERRADie richtige Wahl bei enger Bebauung und knappen Grenzabständen: extrem leiser Betrieb, höchste Jahresarbeitszahlen und Vorlauftemperaturen, mit denen auch der Altbau ohne Heizkörpertausch auskommt. Dazu eine ausgereifte Anbindung an Hausautomation und PV-Überschusssteuerung.
Mid-Class
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
Vaillant / ViessmannaroTHERM plus · Vitocal 250-ADer deutsche Standard und in den meisten Sanierungen die wirtschaftlichste Antwort. Natürliches Kältemittel R290, flächendeckender Werkskundendienst und schnelle Ersatzteilversorgung — im Servicefall nach zehn Jahren ist genau das entscheidend. Fördertechnisch unkritisch und langfristig sicher.
Low-Cost
Bewährte Technik, bester Preis
Wolf Heiztechnik / DaikinCHA-Monoblock · Altherma 3Kompakt, kosteneffizient und schnell installiert. Ideal im Neubau mit Fußbodenheizung und niedriger Vorlauftemperatur oder dort, wo der Aufstellplatz begrenzt ist. Solide Serientechnik zu einem Einstiegspreis, bei dem die Förderquote den Eigenanteil besonders stark senkt.

Alle Angaben sind Beispielhersteller · Stand 2026. Die passende Auslegung ergibt sich aus der Heizlastberechnung.

High-End

Maximale Effizienz und Garantie

Die richtige Wahl bei enger Bebauung und knappen Grenzabständen: extrem leiser Betrieb, höchste Jahresarbeitszahlen und Vorlauftemperaturen, mit denen auch der Altbau ohne Heizkörpertausch auskommt. Dazu eine ausgereifte Anbindung an Hausautomation und PV-Überschusssteuerung.

NIBE · S-Serie

Skandinavische Pioniere — extrem leise, höchste JAZ

Schweden heizt seit Jahrzehnten mit Wärmepumpen. NIBE liefert höchste Jahresarbeitszahlen, sehr niedrige Schallwerte und eine ausgereifte Einbindung in die Hausautomation.

Kennwerte
SCOPbis 5,3
Schallwertab 35 dB(A) in 2 m
KältemittelR290 (Propan)
RegelungmyUplink, Smart-Home-fähig
  • Sehr geringe Schallemission — auch bei enger Nachbarbebauung
  • Hohe Vorlauftemperaturen: auch für Bestandsheizkörper geeignet
  • Ausgereifte Regelung mit PV-Überschusssteuerung

Ochsner · AIR FALCON / TERRA

Österreichische Premium-Technik für den Bestand

Spezialist für hohe Vorlauftemperaturen — damit auch dann geeignet, wenn im Altbau die vorhandenen Heizkörper bleiben sollen. Sehr langlebige, servicefreundliche Konstruktion.

Kennwerte
Vorlauftemperaturbis 75 °C
SCOPbis 5,0
BauformenLuft / Sole / Wasser
BesonderheitAltbau-tauglich
  • Hohe Vorlauftemperaturen ohne Heizkörpertausch
  • Sole-Wasser-Varianten mit sehr hoher Jahresarbeitszahl
  • Erste Wahl bei anspruchsvollen Sanierungen

Mid-Class

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis

Der deutsche Standard und in den meisten Sanierungen die wirtschaftlichste Antwort. Natürliches Kältemittel R290, flächendeckender Werkskundendienst und schnelle Ersatzteilversorgung — im Servicefall nach zehn Jahren ist genau das entscheidend. Fördertechnisch unkritisch und langfristig sicher.

Vaillant · aroTHERM plus

Der deutsche Standard — zukunftssicher mit R290

Marktführer im deutschen Handwerk. Natürliches Kältemittel R290 (Propan), hohe Vorlauftemperaturen und ein flächendeckender Werkskundendienst — im Servicefall ein entscheidender Vorteil.

Kennwerte
KältemittelR290 (Propan)
Vorlauftemperaturbis 75 °C
SCOPbis 4,7
Schallwertab 54 dB(A) in 1 m
  • Zukunftssicheres natürliches Kältemittel (kein F-Gas-Risiko)
  • Sehr gute Ersatzteil- und Servicelage in ganz Deutschland
  • Bewährte Kombination mit Photovoltaik

Viessmann · Vitocal 250-A

System aus einer Hand — PV, Speicher und Wärme

Wenn Photovoltaik und Wärmepumpe gemeinsam geplant werden, spielt Viessmann seine Stärke aus: ein System, eine App, ein Ansprechpartner — inklusive intelligenter Eigenstromnutzung.

Kennwerte
KältemittelR290 (Propan)
Vorlauftemperaturbis 70 °C
SCOPbis 4,8
BesonderheitSystemintegration PV + WP
  • Nahtlose Eigenstromnutzung aus der eigenen PV-Anlage
  • Eine App für Strom, Speicher und Wärme
  • Sehr guter Werkskundendienst

Low-Cost

Bewährte Technik, bester Preis

Kompakt, kosteneffizient und schnell installiert. Ideal im Neubau mit Fußbodenheizung und niedriger Vorlauftemperatur oder dort, wo der Aufstellplatz begrenzt ist. Solide Serientechnik zu einem Einstiegspreis, bei dem die Förderquote den Eigenanteil besonders stark senkt.

Wolf Heiztechnik · CHA-Monoblock

Solide, schnörkellose Heiztechnik aus Bayern

Kompakte Monoblock-Bauweise, unkomplizierte Installation und ein sehr faires Preisniveau. Wolf produziert in Mainburg — kurze Wege bei Service und Ersatzteilen.

Kennwerte
KältemittelR290 (Propan)
Vorlauftemperaturbis 65 °C
SCOPbis 4,6
BauformMonoblock
  • Sehr wirtschaftlich in Anschaffung und Installation
  • Hersteller aus Bayern — kurze Servicewege in unserer Region
  • Kompakte Aufstellung auch bei wenig Platz

Daikin · Altherma 3

Weltweite Klimatechnik-Erfahrung, kompakt und effizient

Daikin bringt Jahrzehnte Erfahrung aus der Klimatechnik mit. Die Altherma-Serie ist kompakt, effizient und optional auch zur Kühlung im Sommer nutzbar.

Kennwerte
SCOPbis 4,6
Vorlauftemperaturbis 65 °C
ZusatzfunktionKühlbetrieb möglich
BauformMonoblock / Split
  • Optionale Kühlfunktion für heiße Sommer
  • Sehr kompakte Inneneinheiten
  • Große weltweite Serviceorganisation
08 / Häufige Fragen

Was uns Kunden am häufigsten fragen.

Wie laut ist eine Wärmepumpe — und was sagen die Nachbarn?

Moderne Außeneinheiten liegen im Nachtbetrieb bei etwa 30 bis 40 dB(A) in drei Metern Entfernung — vergleichbar mit einem leisen Kühlschrank. Entscheidend ist nicht der Prospektwert, sondern der Pegel am Fenster des Nachbarn. Wir rechnen das vor der Bestellung durch und halten die Nachtwerte der TA Lärm ein (im allgemeinen Wohngebiet 40 dB(A)). Wo es eng wird, hilft ein anderer Aufstellort, eine Schallschutzhaube oder ein Gerät mit Nachtabsenkung des Verdichters.

Funktioniert das im Altbau ohne Fußbodenheizung?

In den meisten Fällen ja. Entscheidend ist nicht die Art der Heizflächen, sondern die nötige Vorlauftemperatur. Viele Bestandsgebäude mit Plattenheizkörpern kommen nach hydraulischem Abgleich mit 45 bis 55 °C aus — das ist gut machbar. Reicht es nicht, tauschen wir gezielt einzelne Heizkörper gegen größere oder gegen Niedertemperatur-Modelle. Das ist fast immer günstiger als eine Fußbodenheizung nachzurüsten.

Was passiert bei Frost — springt dann der Heizstab an?

Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten bis etwa minus 20 °C, mit reduzierter Effizienz. Bei richtiger Auslegung deckt der elektrische Heizstab nur wenige Prozent der Jahresarbeit ab — an den kältesten Tagen. Wichtig ist der sogenannte Bivalenzpunkt: Er legt fest, ab welcher Außentemperatur zugeheizt wird. Wir weisen ihn im Angebot aus. Zusätzlich fährt das Gerät periodisch einen Abtauzyklus, um Reif am Verdampfer zu lösen — das kostet einige Prozent Jahresarbeitszahl und ist in unseren Berechnungen bereits berücksichtigt.

Wie hoch ist der Stromverbrauch wirklich?

Die Faustformel lautet: Jahreswärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl. Bei 18.000 kWh Wärmebedarf und JAZ 3,6 sind das rund 5.000 kWh Strom im Jahr — also grob das Anderthalbfache eines durchschnittlichen Haushaltsstromverbrauchs, aber zum günstigeren Wärmepumpentarif. Ein separater Zähler oder ein Zweitarifzähler ist dafür Voraussetzung; die Anmeldung erledigen wir.

Lohnt sich die Kombination mit einer Photovoltaikanlage?

Ja, aber anders als viele erwarten. Im Winter, wenn die Wärmepumpe am meisten verbraucht, liefert die PV-Anlage am wenigsten. Realistisch deckt eine typische 10-kWp-Anlage etwa 20 bis 30 Prozent des Wärmepumpenstroms direkt ab — vor allem in den Übergangsmonaten und für die Warmwasserbereitung. Mit intelligenter Überschusssteuerung, die den Pufferspeicher bei Sonnenschein etwas höher lädt, lässt sich der Anteil steigern. Wir planen beides gemeinsam, siehe Photovoltaik & Stromspeicher.

Wie viel Wartung braucht eine Wärmepumpe?

Deutlich weniger als eine Verbrennungsheizung. Es gibt keine Verbrennung, keinen Schornstein, keinen Schornsteinfeger und keine Abgasmessung. Wir empfehlen eine jährliche Wartung mit Sichtprüfung, Verdampferreinigung, Druck- und Filterkontrolle sowie Auslesen der Betriebsdaten — Größenordnung 150 bis 250 € pro Jahr. Bei R290-Monoblocks entfällt die gesetzliche Dichtheitsprüfung für F-Gase vollständig.

Wie viel Platz brauche ich — drinnen und draußen?

Außen: eine Stellfläche von grob 1,2 × 0,8 m plus Freiraum vor dem Luftaustritt und den herstellerdefinierten Schutzbereich bei R290. Innen: etwa 0,6 bis 1,0 m² für die Inneneinheit und zusätzlich Platz für den Warmwasserspeicher (typisch 200 bis 300 Liter) sowie gegebenenfalls einen Pufferspeicher. In der Praxis reicht der bisherige Heizungsraum fast immer aus — nach dem Ausbau des Öltanks entsteht sogar Platz.

Wie lange hält eine Wärmepumpe?

Erfahrungswerte liegen bei etwa 15 bis 20 Jahren, bei Sole-Wasser-Anlagen eher am oberen Rand. Die Erdwärmesonde selbst ist praktisch wartungsfrei und auf 50 Jahre und mehr ausgelegt — bei einem späteren Gerätetausch wird nur die Wärmepumpe getauscht, nicht die Quelle. Lebensdauerkiller Nummer eins ist das Takten durch Überdimensionierung. Deshalb legen wir lieber knapp und rechnerisch sauber aus als großzügig auf Verdacht.

09 / Nächster Schritt

Prüfen wir, ob Ihr Haus bereit ist.

Ein Vor-Ort-Termin von etwa 90 Minuten, eine ehrliche Einschätzung und eine nachvollziehbare Zahl — inklusive Ihrer Förderquote. Wenn eine Wärmepumpe bei Ihnen nicht die beste Lösung ist, sagen wir Ihnen das genauso deutlich.