Nachhaltigkeit ist heute kein Idealismus mehr, sondern eine Rechnung, die aufgeht: Jede Kilowattstunde, die Sie selbst erzeugen, spart gleichzeitig CO₂ und Geld. Auf dieser Seite legen wir beide Seiten offen — mit allen Annahmen, damit Sie die Zahlen nachrechnen können.
Über Nachhaltigkeit wird viel geschrieben und wenig gerechnet. Wir halten es umgekehrt. Eine Photovoltaikanlage mit Wärmepumpe ist zuerst eine betriebswirtschaftliche Entscheidung — die ökologische Wirkung entsteht als unvermeidliche Nebenwirkung, nicht als Gegenleistung für einen Aufpreis.
Der Grund ist einfach: Sie ersetzen eingekaufte Energie durch selbst erzeugte. Eingekaufte Energie kostet Geld und verursacht Emissionen. Selbst erzeugte Energie kostet nach der Investition fast nichts und verursacht im Betrieb keine Emissionen. Beide Kurven fallen also zur selben Zeit aus demselben Grund.
Wir verkaufen keine Anlage, weil sie „grün“ ist. Wir verkaufen sie, weil sie sich rechnet — und sagen ab, wenn sie es an Ihrem Gebäude nicht tut. Eine Anlage, die sich nicht trägt, ist auch ökologisch keine gute Idee: Material und Fertigungsenergie stecken schließlich drin.
Die folgenden Werte gelten für ein typisches Einfamilienhaus mit Photovoltaikanlage und Luft-Wasser-Wärmepumpe. Sie sind Richtwerte, keine Zusage. Wir nennen die Annahmen vollständig, weil eine Zahl ohne ihre Annahmen wertlos ist.
| Gebäude | Einfamilienhaus, ca. 140 m² Wohnfläche |
|---|---|
| Photovoltaik | 10 kWp, Südausrichtung, geringe Verschattung |
| Jahresertrag PV | ca. 9.500 kWh |
| Eigenverbrauchsquote | ca. 35 % ohne, ca. 60 % mit Speicher |
| Wärmebedarf | 18.000 kWh pro Jahr |
| Jahresarbeitszahl (JAZ) | 4,0 |
| Referenz Wärme | Gas-Brennwertkessel, Nutzungsgrad 90 % |
| Emissionsfaktor Erdgas | ca. 0,20 kg CO₂ / kWh |
| Emissionsfaktor Netzstrom | ca. 0,38 kg CO₂ / kWh (Netzmix) |
| Strompreis (Bezug) | 0,30 € / kWh |
| Gaspreis | 0,12 € / kWh inkl. CO₂-Abgabe |
| Förderung | in dieser Rechnung nicht berücksichtigt |
Der Gaskessel benötigt für 18.000 kWh Wärme rund 20.000 kWh Erdgas, das entspricht etwa 4,0 t CO₂. Die Wärmepumpe braucht für dieselbe Wärme bei JAZ 4,0 rund 4.500 kWh Strom. Wird davon ein Teil selbst erzeugt und der Rest aus dem Netz bezogen, bleiben rund 0,8 t CO₂ übrig. Die Differenz sind die genannten ca. 3,2 t pro Jahr.
Sie setzen sich aus zwei Posten zusammen: dem nicht mehr gekauften Haushaltsstrom (Eigenverbrauch der PV-Anlage) und der Differenz zwischen Gaskosten und Wärmepumpen-Stromkosten. Je höher Ihr Eigenverbrauch, desto größer der zweite Posten — deshalb legen wir Modulfeld und Speicher auf Ihr Lastprofil aus und nicht auf die maximal mögliche Dachfläche.
Ihre tatsächlichen Werte hängen von Dachneigung, Verschattung, Dämmstandard, Heizkörpern und Ihrem Verbrauchsverhalten ab und können deutlich abweichen — nach oben wie nach unten. Verbindliche Zahlen entstehen erst nach Heizlastberechnung und Ertragssimulation vor Ort.
Für den Heizungstausch gibt es die Bundesförderung für effiziente Gebäude — Einzelmaßnahmen (BEG EM). Sie besteht aus einer Grundförderung und mehreren Boni, die sich addieren, aber gedeckelt sind. Wir prüfen Ihre Quote vorab, stellen die Anträge und rechnen sie direkt im Angebot gegen.
| Grundförderung | 30 % |
|---|---|
| Klimageschwindigkeitsbonus | 20 % |
| Einkommensbonus | 30 % |
| Effizienzbonus | 5 % |
| Maximale Förderquote | 70 % |
| Förderfähige Kosten | bis 30.000 € (Einfamilienhaus) |
Förderbedingungen, Bonushöhen und Höchstgrenzen ändern sich regelmäßig und sind an persönliche Voraussetzungen geknüpft — etwa an das Baujahr der Altheizung, an Einkommensgrenzen oder an das verwendete Kältemittel. Die Angaben hier dienen der Orientierung. Ihre individuelle Förderfähigkeit prüfen wir im Einzelfall und weisen sie im Angebot gesondert aus. Der Antrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden — darum kümmern wir uns rechtzeitig.
Wer mit Gas oder Öl heizt, kauft jedes Jahr aufs Neue einen Rohstoff ein, dessen Preis weder er noch sein Versorger bestimmt. Die letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell sich diese Kalkulation ändern kann — und die CO₂-Bepreisung ist als steigender Pfad politisch bereits angelegt.
Eine eigene Erzeugung dreht das Verhältnis um. Sie investieren einmal und kennen danach Ihren Preis pro Kilowattstunde. Statt eines laufenden Betriebskostenrisikos haben Sie eine abgeschriebene Anlage auf dem eigenen Dach.
Ein Betrieb, der Nachhaltigkeit verkauft, sollte sie auch im eigenen Ablauf abbilden. Das ist bei uns keine Zertifikatssammlung, sondern eine Handvoll konkreter Entscheidungen:
Wir arbeiten im Großraum München und beziehen Material, Gerüstbau und Elektroteile so weit wie möglich aus der Region. Kurze Anfahrten sparen nicht nur Emissionen, sie machen auch die Terminplanung verlässlicher und Nacharbeiten unkompliziert.
Altgeräte, demontierte Module, Wechselrichter und Batteriespeicher nehmen wir mit und führen sie den vorgeschriebenen Rücknahmesystemen zu — ElektroG für Elektro- und Elektronikgeräte, gesonderte Wege für Batterien und Kältemittel. Die Entsorgung ist Teil unseres Auftrags und erscheint transparent im Angebot, nicht als Überraschung auf der Schlussrechnung.
Wir bevorzugen Hersteller mit belastbarer Ersatzteilversorgung und dokumentierten Garantiezeiten. Eine Anlage, die 25 Jahre läuft, ist jeder Anlage überlegen, die nach zwölf Jahren mangels Ersatzteilen komplett getauscht werden muss.
Bei Störungen prüfen wir zuerst, ob sich das Bauteil instand setzen lässt. Ein defekter Lüfter, ein Sensor oder eine Leiterplatte sind selten ein Grund, ein ganzes Gerät zu ersetzen. Das ist ökologisch und für Sie wirtschaftlich die bessere Antwort.
Der häufigste Einwand gegen Photovoltaik lautet: „Die Herstellung verbraucht doch mehr Energie, als die Module je liefern — und am Ende landet alles im Sondermüll.“ Der Einwand verdient eine ehrliche Antwort statt einer Werbeaussage.
Die Herstellung eines Moduls kostet tatsächlich Energie — vor allem beim Schmelzen und Reinigen des Siliziums. Diese Energie hat ein in Mitteleuropa installiertes Modul nach etwa ein bis zwei Jahren wieder eingespielt. Bei einer Lebensdauer von 25 bis über 30 Jahren erzeugt es danach ein Vielfaches der eingesetzten Energie. Der Einwand war vor zwanzig Jahren berechtigt; die Fertigung ist seither deutlich effizienter geworden.
Photovoltaikmodule fallen in Deutschland unter das ElektroG. Hersteller und Vertreiber unterliegen einer Rücknahmepflicht; für Privathaushalte ist die Rückgabe kostenfrei. Module bestehen zum größten Teil aus Glas und Aluminium, dazu kommen Silizium, Kunststofffolien und geringe Mengen Metall. Glas und Rahmen lassen sich sehr gut verwerten, die Rückgewinnung von Silizium und Silber ist technisch möglich und wirtschaftlich noch im Aufbau.
Eine ehrlich gerechnete Anlage überzeugt länger als eine schön gerechnete.
Aus unserer Beratungspraxis
Wir prüfen Dach, Heizlast und Förderfähigkeit und legen Ihnen beide Seiten offen: die eingesparten Tonnen und die eingesparten Euro. Kostenlos und unverbindlich.